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Deichschutz


Ein Deich ist ein Bauwerk, das als künstlich aufgeschütteter Damm längs eines Fluss- oder Meerufers liegt.

Im technischen Sprachgebrauch befindet sich der Deich an einem natürlichen Gewässer (z. B. Fluss, Meer) und dient der Abwehr von vorübergehenden Gefahren (Hochwasserschutz). Hingegen befinden sich der Damm meist an einem künstlichen Gewässer (z. B. Stauanlage, Talsperre, Kanal) oder dient der dauerhaften Lenkung des Wassers in einem natürlichen Gewässer (Leitdamm).

Ein Deich schützt, wie etwa in den Niederlanden oder an der deutschen Nordseeküste tieferliegendes Gelände gegen Überflutung oder in vielen Fällen Land, das knapp über dem Meeresspiegel liegt vor Sturmfluten oder Überschwemmungen.

Deichbauten an den Küsten sind mittlerweile ausgeklügelte Systeme, die nicht nur aus dem Hauptdeich bestehen. Meist liegt vor dem Deich Deichvorland, das die Wellen bricht und die Energie des Wassers vermindert (Energiedissipation).

Die Wasserseite der Deiche ist flacher als die Landseite, um Wellen weniger Angriffsfläche zu bieten. Informationen zu den Deichprofilen finden Sie hier.

Deiche bestehen meist aus einem Sandkern, der von einer ein bis zwei Meter dicken Schicht aus bindigem Material (meist Kleiboden) bedeckt wird. Darauf wird zur Vermeidung von Erosion bzw. zur Erhöhung der Stabilität Gras angepflanzt. Weitere Deckerke sind hier dargestellt. Sowohl um die Grasnarbe kurz und dicht zu halten als auch um den Boden fest zu trampeln werden Deiche oft von Schafen beweidet.

Die Deichhöhe ist von der jeweiligen Landschaft und Flutgefahr abhängig. Die Flussdeiche an der Elbe haben in bestimmten Abschnitten z. B. eine Höhe von 8 m, Seedeiche sind höher und teilweise über 100 m breit.
Die Landseite des Deiches muss einen Deichwehrweg (Deichverteidigungsweg) besitzen, an dem zum Beispiel Sandsäcke heran transportiert werden können. Weiter im Hinterland folgt zum Teil eine zweite Deichlinie, die aus Schlafdeichen besteht. Diese verhindern, dass nach einem Deichbruch größere Flächen überflutet werden. Zudem sind die Flächen zwischen erster und zweiter Deichlinie meist dünn besiedelt oder dienen an einigen Flüssen gleich als eventuell zu öffnendes Ausgleichsbecken, um den Wasserstand zu senken. An der Küste reduziert das Ackerland weiter die Energie der Wellen und des Wassers. Schlafdeiche sind oft die alten Deiche an der ehemaligen Küstenlinie, die durch Landgewinnung ins Binnenland gewandert sind.


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